Matcha Latte: das Rezept für zu Hause, heiß oder kalt
Der Matcha Latte ist die grüne Lieblingsgetränk der Cafés: japanisches Grüntee-Pulver, in wenig heißem Wasser aufgeschlagen, mit aufgeschäumter Milch aufgegossen, heiß oder kalt serviert. Seine Farbe zieht die Blicke auf sich, aber der Geschmack lässt einen wiederkommen: pflanzlich, mild, durch die Milch leicht süßlich, mit einer cremigen Textur. Ein klassischer Matcha Latte lässt sich mit Tier- oder Pflanzenmilch zubereiten, ganz nach Wunsch. Das Rezept für den Matcha Latte aus eigener Küche besteht aus drei Handgriffen und ist in zwei Minuten fertig, wenn man die richtigen Mengen und die richtige Temperatur kennt. Hier finden Sie die Methode, die Variationen und die häufigsten Fehler.
Matcha: ein Grüntee, den man zur Gänze trinkt

Matcha ist ein japanischer Grüntee, der mit einem Steinmühlstein zu einem sehr feinen Pulver gemahlen wird, dasselbe Pulver, das auch beim Backen verwendet wird. Die Blätter werden mehrere Wochen vor der Ernte beschattet, was ihnen ihre intensive Farbe und ihren milden, fast süßlichen Geschmack verleiht, den die Japaner Umami nennen. Anders als bei einem aufgegossenen Tee werden die Blätter nicht herausgenommen: Man trinkt das gesamte Pulver, das im Flüssigen suspendiert ist. Das erklärt die Farbe, die Textur und den ausgeprägten Geschmack.
Traditioneller Matcha wird mit Wasser zubereitet, in einer Schale mit einem Bambusbesen, dem Chasen, aufgeschlagen. Der Matcha Latte ist die milde Version davon: dasselbe Pulver, derselbe Schaum, aber mit Milch statt eines Teils des Wassers. Er entstand in den Cafés von Kyoto und Tokio, bevor er den Rest der Welt eroberte.
Welcher Matcha eignet sich für einen Latte?
Ein Matcha von guter Qualität macht den entscheidenden Unterschied. Achten Sie auf die Farbe: ein lebhaftes, fast leuchtendes Grün verrät junge, beschattete Blätter und ein frisches Pulver. Ein khaki- oder gelblicher Ton kündigt Bitterkeit an. Die Zeremonienqualität ist die feinste und mildeste, auch im Latte ein Genuss, wenn man den Teegeschmack liebt. Die „Küchen-“ oder „Culinary“-Qualität ist etwas kräftiger und dafür gemacht, mit Milch gemischt zu werden, und verträgt mehr Süße. Unsere Auswahl an Bio-Matchas deckt beide Verwendungen ab.
Dann die Milch. Vollmilch ergibt einen dichten Schaum und einen runden Geschmack. Hafermilch ist die beste Pflanzenmilch für Matcha: Sie schäumt gut und überdeckt den Tee nicht. Mandelmilch ist zurückhaltender im Geschmack, Sojamilch etwas dicker, Kokosmilch üppiger. Vermeiden Sie sehr süße Milchalternativen, die den pflanzlichen Eigengeschmack überdecken.
Das Rezept für den heißen Matcha Latte

Zutaten für eine Tasse
- 1 gestrichener Teelöffel Matcha, also 1,5 bis 2 g
- 3 cl heißes Wasser, bei 75–80 °C, niemals kochend
- 200 ml Milch, Vollmilch oder Hafermilch
- 1 Teelöffel Ahornsirup, Honig oder Zucker, nach Belieben
Zubereitung
- Den Matcha durch ein feines Sieb in eine Schale oder einen großen Becher sieben. Diesen Schritt überspringt fast jeder, dabei ist er der einzige, der Klümpchen zuverlässig verhindert.
- Das heiße Wasser über das Pulver gießen und kräftig aufschlagen, dabei ein W oder ein M in die Schale zeichnen, bis eine glatte, schaumige Paste entsteht. Ein Bambusbesen, der Chasen, ist das ideale Werkzeug; ein kleiner elektrischer Milchaufschäumer tut es ebenso gut.
- Die Milch erhitzen, ohne sie zum Kochen zu bringen, etwa auf 60 °C, und aufschäumen.
- Die Milch über den Matcha gießen, nach Wunsch süßen und servieren. Eine Prise Matcha auf dem Schaum rundet die Präsentation ab.
Der Matcha Latte auf Eis

Der kalte Matcha Latte ist die Version, die am häufigsten fotografiert wird, und gleichzeitig die einfachste: ein erfrischendes Getränk, in zwei Minuten fertig. Den Matcha wie für die heiße Variante in 3 cl heißem Wasser aufschlagen. Ein großes Glas mit Eiswürfeln füllen, 200 ml kalte Milch eingießen, dann den Matcha darüber gießen: Er bildet eine grüne Schicht, die sich beim Umrühren mit der Milch vermischt. Zum Süßen lieber Sirup verwenden als Zucker, der sich in der Kälte nicht auflöst. Eine üppige Variante: ein Teelöffel Vanillesirup und Hafermilch.
Die Varianten, die wir lieben
Matcha harmoniert wunderbar mit vielen milden Aromen. Der Matcha Latte mit Vanille ist die rundeste Version; der Matcha Latte Erdbeere, fruchtiger, kommt auch bei Kindern an; Matcha mit Schokolade-Haselnuss erinnert an einen Nachmittagssnack. Diese Mischungen sind bereits fertig abgemessen erhältlich: Der Matcha Latte Vanille, der Matcha Latte Erdbeere und der Matcha Latte Schokolade-Haselnuss werden genauso zubereitet wie ein purer Matcha. Für ein Herbstgetränk passt Matcha auch zu den Gewürzen des Pumpkin Spice Latte, und wer Gewürze liebt, wird vielleicht auch den Chai Latte mögen.
Das passende Zubehör
Unverzichtbar ist nichts davon, aber drei Dinge machen die Zubereitung leichter und schöner: eine Matcha-Schale, breit und flach am Boden, damit man ohne Spritzer aufschlagen kann; ein Bambusbesen Chasen, dessen feine Borsten einen dichten Schaum erzeugen; und ein kleines Sieb zum Durchsieben. Unser Ratgeber zum Matcha-Set stellt jedes Utensil im Detail vor. Alternativ genügen eine Schale, ein batteriebetriebener Aufschäumer und ein Teesieb.
Die Fehler, die einen Matcha Latte verderben
- Kochendes Wasser: Es verbrennt das Pulver und macht den Tee bitter. 75–80 °C, nicht mehr.
- Das Pulver direkt in die Milch geben: Klümpchen sind vorprogrammiert. Erst in wenig Wasser aufschlagen.
- Zu viel Matcha: Ein gestrichener Teelöffel reicht. Mit mehr nimmt die Bitterkeit überhand.
- Altes Matcha-Pulver: Seit Monaten geöffnet, verliert es Farbe und Geschmack. Kühl und gut verschlossen aufbewahren und innerhalb von zwei Monaten verbrauchen.
- Zu viel süßen: Ein guter Matcha ist von Natur aus mild. Erst probieren, dann süßen.
Häufige Fragen
Wie viel Matcha für einen Latte?
Ein gestrichener Teelöffel, also 1,5 bis 2 g, auf 200 ml Milch. Das entspricht der Dosierung in japanischen Cafés; wer einen intensiveren Geschmack möchte, kann auf 2 Teelöffel gehen.
Enthält Matcha Latte Koffein?
Ja, wie jeder Grüntee, und etwas mehr als ein aufgegossener Tee, weil man das ganze Blatt trinkt. In etwa so viel wie ein kräftiger Schwarztee, weniger als ein Espresso.
Warum schmeckt mein Matcha Latte bitter?
Es gibt drei mögliche Ursachen: zu heißes Wasser, ein Pulver von geringer Qualität oder zu altes Pulver, oder eine zu großzügige Dosierung. Ein leuchtend grüner Matcha, bei 75 °C und einem gestrichenen Teelöffel, ist nicht bitter.
Kann man einen Matcha Latte ohne Bambusbesen zubereiten?
Ja. Ein kleiner elektrischer Aufschäumer, ein Shaker oder ein geschlossenes Glas, das mit dem heißen Wasser geschüttelt wird, ergeben eine glatte Paste. Das Sieben bleibt der entscheidende Schritt.
Welche Pflanzenmilch passt zu Matcha?
Hafermilch, wegen ihres guten Schaumverhaltens und ihres neutralen Geschmacks. Mandelmilch eignet sich ebenfalls. Kokosmilch ergibt eine üppigere, geschmacksintensivere Version.