10 Zutaten aus Ihrer Küche für Tee ohne Weißzucker
Sie können Ihren Tee nicht pur trinken. Dabei kann das Süßen mit Weißzucker langfristig die Gesundheit belasten. Raffiniert und erhitzt, besteht Weißzucker fast nur aus Saccharose und hat alle Nährstoffe verloren. Besser sind natürliche Alternativen wie Honig, Minze oder Zitrone. In diesem Artikel stellen wir Ihnen 10 Möglichkeiten vor, den Geschmack Ihres Tees sanft abzurunden.
1 – Honig und seine beruhigenden Eigenschaften

Tee mit Honig zu süßen ist weit verbreitet. Als natürliches, wenig verarbeitetes Produkt hat Honig eine um 30 % höhere Süßkraft als herkömmlicher Zucker. Eine kleine Menge in Ihrem Aufguss reicht also aus, um denselben Effekt zu erzielen wie Haushaltszucker. Dennoch enthält Honig Glukose und Fruktose – ein Zuviel sollte vermieden werden. Um Ihren Tee oder Kräutertee zu süßen, greifen Sie am besten zu einem Bio-Honig aus Deutschland oder Österreich. Importierter Honig trägt mitunter das Risiko, mit Wasser oder Glukosesirup gestreckt zu sein.
2 – Ein Schuss Milch in der Tasse
Um Tee zu süßen, kann man auch einen kleinen Schuss Milch in den Aufguss geben. Das ist vor allem bei Schwarztee üblich, zum Frühstück oder am Nachmittag. Die Laktose der Milch übernimmt dabei die süßende Wirkung des Weißzuckers. Allerdings enthält Milch Fett, sodass ein zu hoher Konsum ebenfalls nicht unproblematisch ist.
3 – Weniger Weißzucker, mehr unraffinierter Zucker
Ein guter Einstieg in die Zuckerreduktion ist der Wechsel zu vollem Rohrzucker. Sein intensiveres Aroma bedeutet, dass man weniger davon braucht. Unter Namen wie Rapadura oder Muscovado bewahren diese unraffinierten Zucker ihre Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Ernährungsphysiologisch sind sie damit etwas interessanter als Weißzucker. Sie bringen aber dieselben Nachteile mit sich, etwa einen Anstieg des Blutzuckerspiegels oder die Gefahr einer Gewichtszunahme.
4 – Agavendicksaft zum Süßen Ihres Tees
Agavendicksaft stammt aus einer mexikanischen Pflanze und besitzt eine hohe Süßkraft, sodass man weniger davon benötigt. Ein weiterer Vorteil: Sein Geschmack ist neutral und verändert das Aroma des Tees kaum. Allerdings kann sein hoher Fruktosegehalt zur Fettspeicherung beitragen. Entgegen einer weit verbreiteten Annahme begrenzt Agavendicksaft Blutzuckerspitzen nicht zuverlässig.
5 – Ahornsirup als Süßungsmittel für Ihre Getränke

Als unverzichtbares Produkt der kanadischen Küche mildert Ahornsirup den Geschmack Ihres heißen Getränks auf angenehme Weise. Wie Honig hat er ein ausgeprägtes Eigenaroma, weshalb man ihn sparsam einsetzt. Dennoch kann Ahornsirup im Tee Blutzuckerspitzen auslösen – er sollte also in Maßen genossen werden.
6 – Bio-Kokosblütenzucker für milderen Tee
Kokosblütenzucker wird aus dem Saft der Kokospalmenblüten gewonnen, der so lange erhitzt wird, bis ein brauner Zucker entsteht. Wie unraffinierter Rohrzucker behält Kokosblütenzucker seine Mikronährstoffe. Die Auswirkungen auf Ihr Getränk und Ihre Gesundheit sind daher vergleichbar. Keinen Kokosblütenzucker zu Hause? Sie finden ihn in jedem Bioladen.
7 – Stevia: der Süßstoff mit leichtem Lakritzton
Stevia-Pulver ist ein natürlicher Süßstoff, der aus den Blättern einer südamerikanischen Pflanze gewonnen wird. Stevia enthält keine Kalorien und ist 40 bis 300 Mal süßer als Saccharose. Das macht Stevia zu einer interessanten Option, um Tee zu süßen und gleichzeitig das Gewicht im Blick zu behalten. Allerdings wird der regelmäßige Konsum verarbeiteter Süßstoffe kritisch gesehen. Langfristig könnten Süßstoffe Probleme wie Insulinresistenz oder eine Gewöhnung an den süßen Geschmack begünstigen.
8 – Xylitol: ein kalorienarmer Süßstoff
Xylitol ist ein natürlicher Intensivsüßstoff, der aus Birkenholz gewonnen wird. Er ermöglicht es, Tee zu süßen, ohne den Blutzucker stark ansteigen zu lassen. Seine Wirkungen und möglichen Risiken sind mit denen anderer Süßstoffe wie Stevia vergleichbar.
9 – Den Geschmack von Tee mit Küchengewürzen abrunden
Wie Sie sehen, ist das Süßen von Tee nicht ideal. Zucker und Süßstoffe sollten möglichst reduziert werden. Zum Glück lässt sich der Geschmack Ihrer Getränke auch mit anderen Zutaten aus der Küche abrunden. Gewürze in die Teekanne zu geben beispielsweise verleiht Ihrem Tee Duft und Tiefe. Tee harmoniert hervorragend mit Gewürzen wie Vanille oder Zimt.
10 – Früchte hinzufügen oder aromatisierten Tee wählen
Früchte oder Kräuter beizugeben ist eine weitere Möglichkeit, den Abschied vom Zucker leichter zu machen. Geben Sie Ihrem Aufguss Tiefe durch frische Minzblätter, etwas Zitronenschale oder getrocknete Früchte. Minze erfrischt, Zitrone sorgt für eine angenehme Säure, Früchte aromatisieren das Getränk auf natürliche Weise. Oder greifen Sie direkt zu einer Teedose mit aromatisiertem Tee. Eine Wunderlösung, die Weißzucker vollständig ersetzt, gibt es nicht. Der beste Weg ist und bleibt, Tee pur zu trinken. Zum Einstieg eignet sich ein milder Tee, zum Beispiel weißer Tee. Probieren Sie auch verschiedene Kräutertees aus, etwa Rooibos mit seinem weniger herben Geschmack. Mit der Zeit werden Sie grünen oder schwarzen Tee ganz ohne Zucker und Kalorien genießen können.