Ursprung des grünen Tees: Geschichte und Legenden
Grüner Tee wird weltweit geschätzt – für sein einzigartiges Aroma ebenso wie für seine vielfältigen Eigenschaften. Seine Wurzeln reichen in alle Himmelsrichtungen Asiens, doch längst hat er sich rund um den Globus verbreitet und ist in vielen Kulturen zu einem festen Ritual geworden. Woher kommt dieses Getränk, das wir so gerne heiß oder kalt genießen?
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Chinesischer grüner Tee – eine jahrtausendealte Geschichte
Grüner Tee ist die erste Teesorte, die jemals verarbeitet wurde. Über seine Ursprünge existieren zahlreiche Legenden, doch die bekannteste verweist auf eine Entstehung vor fast 5.000 Jahren. Im Jahr 2700 v. Chr. soll Kaiser Shennong – bedeutender Botaniker und Begründer der traditionellen chinesischen Medizin – als Erster auf die Idee dieses berühmten Getränks gekommen sein. Während er sich im Schatten eines wilden Teestrauchs ausruhte, fiel ein Blatt in seine Tasse und schuf so durch reinen Zufall etwas völlig Neues. Vom neuen Aroma und seinen wohltuenden Wirkungen überzeugt, nahm er den Tee in viele seiner Behandlungen auf. Nach und nach wurde grüner Tee zu einem Luxusgut und einer echten Tradition – die schließlich die Grenzen Chinas und ganz Asiens überschritt.
Wie wird chinesischer grüner Tee zubereitet?
Die chinesische Variante wird traditionell in einer gusseisernen Teekanne zubereitet. Wassertemperatur und Ziehzeit sind entscheidende Faktoren, die es sorgfältig einzuhalten gilt, um einen guten Tee zu erhalten. Diese Parameter variieren je nach Teesorte. Der chinesische Grüntee Chun Mee etwa, mit seinem milden Geschmack und einer leichten Bitternote, zieht 2–3 Min. bei 75–80 °C. Um die Bitterkeit zu mildern, empfiehlt es sich, einen ersten Aufguss von 30 Sekunden zu machen und dieses Wasser wegzuschütten. Der chinesische Grüntee Gunpowder, Grundlage des bekannten Minztees, zieht in der Regel etwas länger – 3–4 Min. bei 80 °C. Puristen genießen ihn pur, doch mit etwas Zucker entfaltet er einen besonders angenehmen Geschmack.
Japanischer grüner Tee – eine andere Legende
Auch Japan ist eine bemerkenswert vielfältige Quelle von Teesorten. Seit 1.500 Jahren wird Matcha dort konsumiert – er gilt als der beliebteste japanische Tee. Dabei handelt es sich um ein sehr feines Pulver, das durch das Mahlen von grünem Tee zwischen zwei Steinen gewonnen wird. Der Legende nach wurde Tee durch einen indischen buddhistischen Mönch nach Japan gebracht. Damals wurde er traditionell in Milch aufgekocht und mit Salz und Gewürzen verfeinert. Im Jahr 1191 hielt Matcha offiziell in Japan Einzug und wurde schnell zu einem äußerst beliebten Getränk. Die Teezeremonie ist bis heute ein tief in der japanischen Kultur verwurzeltes Ritual.
Wie wird japanischer grüner Tee zubereitet?
Japanischer Tee umfasst eine große Vielfalt an Sorten, jede mit ihrer eigenen Zubereitung. Zu den meistgetrunkenen zählt Sencha, der rund 80 % der japanischen Teeproduktion ausmacht. Er besticht durch seine goldgelbe Farbe, ein leichtes Aroma und einen zugleich herb-milden Geschmack. Auch Bancha gehört zu den beliebtesten Sorten und zeichnet sich durch seinen hohen Eisengehalt aus. Beide Tees werden auf dieselbe Weise zubereitet: 2 Min. Ziehzeit bei 70 °C.
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