
Was ist Rooibos? Dieser rote Aufguss aus Südafrika verdrängt nach und nach den klassischen Tee. Oft als „Roter Tee“ bezeichnet, unterscheidet er sich jedoch grundlegend davon. Die südafrikanische Natur bringt den Rooibos-Strauch hervor – und mit ihm ein Getränk mit einem sanft-nussigen, leicht süßlichen Geschmack. Seine Blätter ergeben, in heißem Wasser gezogen, einen milden Aufguss mit vielen wohltuenden Eigenschaften. Ein Getränk, das Südafrika wie kein anderes verkörpert.
Woher kommt Rooibos?
Rooibos ist ein roter Aufguss aus Südafrika. Der Strauch – entfernt verwandt mit der Teepflanze – wächst in den Bergen der Kapregion. Von klassischem Tee unterscheidet er sich jedoch deutlich: reich an Antioxidantien, dabei frei von Koffein und Teein, macht ihn das zu einem Getränk für jeden und jederzeit.
In Südafrika wird der Rooibos-Aufguss seit Jahrhunderten geschätzt. In Europa wurde er ab den 1930er Jahren bekannt. Den Strauch selbst findet man ausschließlich in den trockenen Bergregionen Südafrikas – die Natur lässt ihn nirgendwo anders gedeihen.
Woraus besteht dieser rote Aufguss aus Afrika?
Anders als Tee oder Kaffee enthält der Rooibos-Aufguss weder Koffein noch Teein. Er ist daher auch für Kinder und Schwangere geeignet.
Der rote Aufguss aus Afrika enthält seltene Antioxidantien. Im Vergleich zu grünem Tee ist der Gehalt geringer – dafür ist er vollständig koffeinfrei und sehr tanninarm.
Es gibt zwei Sorten: den roten Rooibos (der klassische rote Aufguss) und den grünen Rooibos. Die Farbe entsteht durch den Fermentationsprozess. Nicht zu verwechseln ist Rooibos mit Honeybush – einer anderen südafrikanischen Aufgusspflanze.
Wie bereitet man einen Rooibos-Aufguss zu?
Der rote Aufguss aus Afrika wird aus den Blättern des Strauchs gewonnen. Die Zweige des Rooibos-Strauchs werden mitsamt den Blättern geerntet, anschließend geschnitten und fermentiert – erst dadurch entwickelt sich die charakteristische rote Farbe. Je länger die Fermentation, desto tiefer das Rot.
Für die Zubereitung wird Rooibos in heißes Wasser gegeben. Im Vergleich zu klassischem Tee zieht er länger – am Kap traditionell bis zu 10 Minuten. Dabei wird er nie bitter, egal wie lange er zieht.
Der Geschmack ist von Natur aus leicht süßlich. Rooibos lässt sich warm oder kalt genießen.
In Südafrika wird der Aufguss oft mit Milch und Zucker getrunken. In Europa bevorzugt man ihn pur oder mit Gewürzen verfeinert.
Sanfte Gewürze wie Zimt, Sternanis, Kardamom oder Vanille passen wunderbar dazu. Wer es kräftiger mag, greift zu Chili, Muskat oder rotem Pfeffer.
Besonders beliebt: die Kombination aus rotem Aufguss und Chai-Gewürzen. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.
Welche traditionellen Verwendungen hat Rooibos?
In Afrika wird der rote Rooibos-Aufguss seit jeher als Hausmittel eingesetzt. Man schreibt ihm verschiedene wohltuende Eigenschaften zu.
Traditionell werden ihm folgende Eigenschaften nachgesagt:
- wundheilende Eigenschaften;
- verdauungsfördernde Eigenschaften;
- antioxidative Eigenschaften;
- antiallergische Eigenschaften;
- entgiftende Eigenschaften.
Und das alles ohne Teein oder Koffein – ein Aufguss, der sich für viele Lebenslagen eignet.
Was sagt die westliche Medizin über Rooibos?
Die westliche Medizin interessiert sich zunehmend für die möglichen Eigenschaften des roten Aufgusses aus Afrika. Anders als klassischer Tee enthält Rooibos weder Koffein noch Teein – das macht ihn zu einem interessanten Untersuchungsgegenstand.
Je nach Anbaugebiet scheinen die Eigenschaften zu variieren, was wissenschaftliche Studien erschwert. Bisherige Erkenntnisse lassen keine eindeutigen Schlüsse zu.
Fest steht: Rooibos ist reich an Antioxidantien, vollständig koffeinfrei und tanninarm. Es spricht nichts dagegen, ihn regelmäßig zu genießen – zumal sein natürlich süßlicher Geschmack kaum jemanden kalt lässt. Kombiniert mit Gewürzen, deren Eigenschaften gut erforscht sind, wird aus jeder Tasse ein kleines Erlebnis.