
Der Rooibos, landläufig als roter Tee bezeichnet, ist ein Getränk aus Südafrika. Traditionell wird er mit Milch getrunken, schmeckt aber auch pur ausgezeichnet. Rooibos ist die Grundlage vieler Kräutertees, die durch ihre feinen Aromen und ihren völligen Verzicht auf Koffein begeistern.
Der Bio-Rooibos trägt die Bezeichnung „Tee“ eigentlich zu Unrecht, denn er enthält keinerlei Koffein. Das ist durchaus ein Vorteil: Er kann zu jeder Tageszeit genossen werden und eignet sich auch für Personen, denen Koffein nicht empfohlen wird (zum Beispiel Schwangere). In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles über dieses beliebte Getränk aus Südafrika, das längst die ganze Welt erobert hat. Herkunft, Geschichte, Varianten und Zubereitung: Wir verraten Ihnen alle Geheimnisse des berühmten roten Tees.
Roter Tee: näher am Kräutertee als am Tee
Der Begriff „roter Tee“ beschreibt das, was Rooibos wirklich ist, nur ungenau und führt leicht zu Verwechslungen. Tatsächlich hat Rooibos, der aus der Pflanze Aspalathus linearis gewonnen wird, nichts mit Tee gemein, der vom Strauch Camellia sinensis stammt. Er unterscheidet sich durch einen geringen Gerbstoffgehalt und das vollständige Fehlen von Koffein. Botanisch gesehen steht Rooibos den Kräutertees deutlich näher als dem Tee.
Als roter Tee wird er bezeichnet, weil sein Aufguss eine leuchtend rote Farbe annimmt – und aus praktischer Gewohnheit. Rooibos gibt es in einer schier unendlichen Vielfalt an Aromen, ähnlich wie Tee, und die Zubereitung ist vergleichbar – daher die häufige Verwechslung. Wer Rooibos noch nicht kennt: Er ist eine wunderbare Alternative für alle, die am späten Nachmittag oder abends etwas Warmes trinken möchten, ohne die belebende Wirkung von Koffein. Dieser berühmte rote Tee wird ganz einfach in heißem Wasser aufgegossen.
Roter Tee: ein charakteristisches Aroma mit Haselnussnoten
Im Geschmack hat der südafrikanische Rooibos wenig mit Tee gemein. Er entwickelt selbst bei langer Ziehzeit keinerlei Bitterkeit. Im Gegenteil: Rooibos ist von Natur aus leicht süßlich und besticht durch ein zartes Haselnuss-Aroma. Dieses sehr milde Getränk lässt sich wunderbar mit Vanille, Früchten oder Blüten kombinieren. Er eignet sich auch für entspannende oder verdauungsfördernde Mischungen. Und da er kein Koffein enthält, kann Rooibos den ganzen Tag über genossen werden.
Roter Tee gibt es in einer breiten Palette an Aromen – für jeden Geschmack das Richtige. In Südafrika wird er traditionell mit Milch und Zucker getrunken. Da sein natürlicher Geschmack bereits eine leichte Süße mitbringt, kann man gut darauf verzichten, ihn zu süßen. Rooibos schmeckt pur ebenso gut wie in Mischungen mit anderen Zutaten. Mit Früchten wie Orange oder Apfel harmoniert er besonders schön. Wussten Sie, dass er sich auch wunderbar als Zutat in Desserts eignet?
Was ist Rooibos?
Nach dem Oxidieren und Trocknen bilden die Blätter des Aspalathus linearis mehr oder weniger lange rote Nadeln – das ist der rote Tee, der Rooibos. Dieses köstliche Getränk stammt ausschließlich aus Südafrika, dem einzigen Ort, an dem diese Pflanze angebaut wird. Der Anbau des Aspalathus linearis findet auf Plantagen in mittlerer Höhenlage statt.
Rooibos ist von Natur aus reich an Antioxidantien und damit ein wertvoller Begleiter im Alltag – ähnlich wie grüner oder schwarzer Tee. Die leicht fermentierten Blätter werden in feine Stücke geschnitten und in heißem Wasser aufgegossen. Rooibos schmeckt heiß wie kalt, ganz nach Ihrem Geschmack. Und selbst am Abend – ideal für alle, die auf Koffein verzichten möchten.
Traditioneller roter Rooibos: ein jahrhundertealtes Getränk
Roter Rooibos wird seit Jahrhunderten von der einheimischen Bevölkerung geschätzt, die ihm vielfältige Eigenschaften zuschreibt. Es ist das traditionelle Getränk Südafrikas.
Bio-Rooibos wird in den ersten drei Monaten des Jahres geerntet – dem südafrikanischen Sommer. Die Pflanze lebt im Durchschnitt sieben Jahre, und bis zur ersten Ernte vergehen eineinhalb Jahre. Die geernteten Blätter werden leicht befeuchtet und oxidieren anschließend 8 bis 24 Stunden lang – in dieser Phase nehmen sie ihre charakteristische rotbraune Farbe an. Danach trocknen sie in der Sonne, werden sterilisiert, verpackt und gelangen schließlich in Ihre Tasse.
Grüner Rooibos: besonders reich an Antioxidantien
Neu auf dem Markt: Grüner Rooibos ist ein Rooibos, der keinerlei Oxidation durchlaufen hat. Sein Geschmack ist anders, dafür enthält er noch mehr Antioxidantien.
Wie Tee gibt es auch Rooibos in verschiedenen Varianten. Grüner Rooibos gewinnt zunehmend Fans. Es handelt sich um unoxidierten, getrockneten Rooibos, der seine Inhaltsstoffe in besonders hoher Konzentration behält. Die Ernte erfolgt auf dieselbe Weise, doch wird er ohne Wasserzugabe getrocknet und nicht oxidiert. Sein Antioxidantiengehalt ist deutlich höher. Im Geschmack ist er etwas herber und leicht säuerlich, bietet jedoch besondere Vorzüge.
Honeybush: ein naher Verwandter des Rooibos
Honeybush ist ein Verwandter des Rooibos aus der Familie der Fabaceae. Sein charakteristisches Honigaroma hat ihm den Afrikaans-Namen Heuningbos eingebracht, was so viel wie „Honigbusch“ bedeutet.
Weniger bekannt als Rooibos, ist Honeybush nicht weniger bemerkenswert. Dieser koffeinfreie Aufguss mit seiner sanften Honigsüße ist für seine verdauungsfördernden, beruhigenden und antioxidativen Eigenschaften bekannt. Honeybush ist zudem reich an Spurenelementen und Mineralstoffen – ein Getränk mit vielen Vorzügen.