Gusseiserne Teekanne: Warum lohnt sich die Wahl?
Teeliebhaber wissen es: Die Wahl der Teekanne spielt eine wichtige Rolle bei der Zubereitung. In manchen Ländern ist daraus ein echtes Ritual geworden – wie etwa in Japan. Die gusseiserne Teekanne ist das Symbol dieser Teezeremonie, auch Cha No Yu genannt. Warum also eine gusseiserne Teekanne wählen? Wir geben Ihnen einen Überblick.
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Die Geschichte der gusseisernen Teekanne
Die gusseiserne Teekanne stammt – entgegen dem ersten Eindruck – aus dem China des 4. Jahrhunderts n. Chr. und diente ursprünglich nicht zur Teezubereitung. Es waren die Japaner, die ihre Herstellung und Verwendung weiterentwickelten. Gusseiserne Teekannen wurden zu echten Wertgegenständen im Ritual der Teezubereitung.
Die gusseiserne Teekanne: ursprünglich ein Wasserkessel
In ihrer Ursprungsform ist die gusseiserne Teekanne innen nicht emailliert und wird ausschließlich als Wasserkessel genutzt. Auch Tetsubin genannt, dient dieser gusseiserne Kessel nicht zum Aufgießen von Tee. Der Tetsubin erhitzt lediglich das Wasser für die japanische Teezeremonie. Ursprünglich wird die schwarze Gusseisenkanne in kleinen Stückzahlen von Handwerkern gefertigt – die bekannteste ist die japanische Gusseisenkanne von Iwachu.
Ein Produkt, das sich dem europäischen und westlichen Markt angepasst hat
Die gusseiserne Teekanne hat sich weltweit verbreitet. Ihr Design hat sich gewandelt und die Farbe beschränkt sich längst nicht mehr auf Schwarz: So finden Sie zum Beispiel eine rote oder eine blaue japanische Gusseisenkanne. Heute ist die innen emaillierte Variante – geeignet zum Aufgießen von Tee – die gängigste Form.
Die verschiedenen Modelle der gusseisernen Teekanne
Die schwarze Iwachu-Gusseisenkanne trägt traditionell charakteristische Muster. Das Arare-Muster ist das verbreitetste: es besteht aus mehr oder weniger großen Reliefpunkten, die die gesamte Kanne bedecken. Daneben gibt es Linien oder Motive, die Fauna und Flora Japans darstellen. Auch das Fassungsvermögen der japanischen Gusseisenkanne variiert: Sie können eine kleine Kanne für eine Tasse oder ein größeres Modell für mehrere Tassen wählen.
Sie können auch den nicht emaillierten Kessel zum Erhitzen des Wassers wählen, um Ihren Tee direkt in der Tasse aufzugießen. Es entsteht dabei kein metallischer Beigeschmack – das Eisen der Kanne geht jedoch ins kochende Wasser über, verändert dessen Geschmack und verleiht dem Tee mildere, weniger bittere Noten. Die emaillierte Gusseisenkanne kann ein Sieb oder einen herausnehmbaren Tee-Ei-Einsatz, meist aus Edelstahl, enthalten. Viele Teesorten wie japanischer Grüntee, weißer Tee, Rooibos oder Sakura lassen sich in diesen Kannen zubereiten.
Die Vorteile der japanischen Gusseisenkanne
Eine japanische Gusseisenkanne zu wählen bedeutet, sich Zeit für die Zubereitung Ihres Tees zu nehmen – ganz nach Ihren Wünschen. Nach dem Aufguss und der Verkostung empfiehlt sich die Handwäsche: Deckel offen trocknen lassen und die Spülmaschine meiden. Die Zubereitung mit einer Gusseisenkanne hat echte Vorteile!
Ein dauerhaftes Dekorationsobjekt
Eine gusseiserne Teekanne zu wählen bedeutet auch, sich für ein langlebiges Dekorationsobjekt zu entscheiden. Gusseiserne Teekannen sind sehr strapazierfähig – das Material ist jedoch porös und die Kanne kann Risse bekommen. Für Teeliebhaber ist sie das ideale Geschenk.
Ein hitzebeständiges Material
Gusseisen hat die besondere Eigenschaft, Wärme zu speichern und gleichmäßig abzugeben – noch besser als Glas- oder Keramikkannen.
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